Dezernat 49.2 - Schulsport > Aktuelles aus dem Jahr 2005
BAD WESTERNKOTTEN "Das Gehirn trainieren durch manuelle Bewegung. Alle Sinne der Kinder ansprechen", darauf setzt nach den Worten von Thomas Michel, Dezernent bei der Bezirksregierung Arnsberg, das Landesprogramm kompensatorischer Sport. Vor dem Hintergrund, dass bei immer mehr Kindern im Vorschulalter wie auch bei Lernanfängern mangelnde Bewegungserfahrungen bzw. Bewegungs- oder Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden. In der Sonderpädagogik sei der ganzheitliche Ansatz "selbstverständlich", im normalen Schulbetrieb werde er noch eher vernachlässigt, so Michel. Außerdem bekräftigte er: "Durch mangelnde Bewegung leidet das Lernen der Kinder, treten Defizite auf."

Eröffnung: Georg Linnenbrink, Klemens Steffenbroer, Heike Vorholt, Georg Heidebauer
Annette Kerkhoff; Thomas Michel,(v. l. n. r.)
Dem will das Land in Zusammenarbeit mit Partnern (u.a. Gemeindeunfallversicherungsverband, Landessportbund, Schulamt) in einem Netzwerk entgegenwirken. Angestoßen durch ein zunächst auf drei Jahre angesetztes Programm, das in allen Schulamtsbezirken in NRW läuft.
Gemeinsam mit dem Schulamtsdirektor des Kreises Soest, Klemens Steffenbröer, und Schulleiter Georg Heidebauer eröffnete Thomas Michel in der vergangenen Woche einen Aktionstag unter dem Motto "Kinder brauchen Bewegung" in der Astrid Lindgren-Grundschule Bad Westernkotten. An der Fortbildungsveranstaltung mit praktischen Workshops nahmen rund 28 Grundschul-Lehrerinnen und Erzieherinnen (von Kindergärten und Tageseinrichtungen) aus Erwitte, Anröchte und Geseke teil. "Sie sind wichtige Multiplikatoren bei der Umsetzung", so Klemens Steffenbröer zu den Teilnehmerinnen.

Workshop mit Brain-Gym-Übungen: Die Gruppe beim Aufspüren und Lösen
von Energie- und damit auch von Lernblockaden
Geleitet wurde die Veranstaltung von Georg Linnenbrink, Beauftragter für den Kompensatorischen Sport. Annette Kerkhoff (Erziehungs- und Entspannungspädagogin) sowie Heike Vorholt, Erzieherin und Lehrerin der Edu-Kinestetik zeichneten für die Workshops verantwortlich. Dabei ging es um Entspannungsübungen für Kinder und die Brain-Gym-Gehirngymnastik. "Lassen sie sich von dem Aktionstag begeistern und geben sie ihre Begeisterung an die Kinder weiter", wünschte sich Schulamtsdirektor Steffenbröer.
Die Ziele der Veranstaltung: Bewusstsein schaffen und für die Problematik sensibilisieren, eine Lobby für Kinder mit Bewegungsdefiziten schaffen, Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion.
Die Astrid Lindgren-Grundschule Bad Westernkotten war ein passender Ort für die Veranstaltung. Denn sie macht bekanntlich als "Bewegte Schule" von sich reden. Wobei ein Baustein des Projektes die Neugestaltung des Schulhofes ist, auf dem die Grundschüler so richtig in Bewegung kommen können. ( symo; Erwitter Tageszeitung "Der Patriot")
Zum Seitenanfang Erstellt am:
12.05.2006, F. Pradel
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